«Sonn und Schild» Bachvesper zum Reformationsjubiläum

Die Reformationskantaten BWV 79 und 80 von Johann Sebastian Bach zur Reformation
Sonntag, 5. November

10 Uhr – Festlicher Kantaten-Gottesdienst zum Reformationssonntag
17 Uhr – Konzert

Ulrike Hofbauer, Sopran
Alexandra Busch, Alt
Marcus Ullmann, Tenor
Huub Claessens, Bass

Vokalensemble Belcanto
Barockorchester le buisson prospérant (auf Instrumenten in historischer Mensur)
Jörg Ulrich Busch, Leitung

 

Zur Bach-Vesper 2017 und Festgottesdienst zum Reformationssonntag

Aus Anlass des 500jährigen Jubiläums der Reformation erklingen an der diesjährigen Bach-Vesper die beiden grossen und prächtigen Reformationskantaten Johann Sebastian Bachs: „Ein feste Burg ist unser Gott“ (BWV 80) und „Gott, der Herr, ist Sonn und Schild“ (BWV 79). Der Eingangschor seiner Vertonung des kämpferischen Lutherliedes gilt als etwas vom Kunstvollsten im Kantatenwerk Bachs. Doch auch in den übrigen Sätzen bringt er die teilweise recht martialischen Worte Luthers in virtuoser und ausdrucksstarker Weise in Musik. BWV 79 komponierte Bach in seinem dritten Amtsjahr in Leipzig. John Eliot Gardiner beschreibt den grossen Eingangschor als einen feierlichen Einzug, der ihn wegen seiner «insistierenden Paukenschläge» zu den Hornfanfaren  an das Hämmern von Luthers (legendarischen) Thesenanschlag erinnert.

Zwischen den Kantaten wird das „Agnus Dei“ von Samuel Barber erklingen – die Chorfassung seines berühmten „Adagios“ für Streichorchester. Durch die Textierung dieses Werkes voll Sehnsucht und Leidenschaft, wird die in ihm verborgene Spiritualität hörbar.

Im grossen Festgottesdienst zu diesem besonderen Reformationssonntag wird die Kantate „Gott, der Herr, ist Sonn und Schild“ als Ganzes im Gottesdienst erklingen.